Im Zeitraum vom 13. bis 22. April 2026 wurden wir durch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) bezüglich Lohnsteuer, Lohnabgaben und Sozialversicherung für die Jahre 2021 bis einschließlich 2024 geprüft. Im Ergebnis können wir festhalten, dass kaum Mängel festgestellt wurden und wir überwiegend sehr genau und professionell unsere Steuern und Abgaben deklarieren.
Das betrifft insbesondere unsere Dienstverträge, Gehälter und Zulagen, Arbeitszeitaufzeichnungen, Reiskostenunterlagen und Auszahlungsbelege. Die einzigen zwei Änderungen und Verbesserungen betreffen die Führung der Fahrtenbücher – diesbezüglich werden wir noch ein eigenes E-Mail an die betreffenden Mitarbeiter:innen aussenden – und die Handhabung der freiwilligen Sozialleistungen der Gesundheitsvorsorge. Hier wurde der Bezahlung physiotherapeutischer Leistungen im Rahmen der Gesundheitsvorsorge widersprochen und wir sind zu Nachzahlungen verpflichtet. Das bedeutet leider im Ergebnis, dass wir ab sofort Leistungen von Physiotherapeut:innen nicht mehr übernehmen können. Bereits eingelangte Rechnungen sind davon nicht betroffen. Ernährungsberatung, Supervision sowie psychologische oder psychotherapeutische Begleitung und Impfungen können weiterhin über das Gesundheitsbudget abgerechnet werden.
Wir wissen aus der Mitarbeiter:innen-Befragung, dass es den Wunsch nach noch mehr Leistungen im Rahmen der Gesundheitsvorsorge gibt. Die Ideen reichen von Zuzahlungen zu Heilbehelfen, Sportausrüstungen bis hin zu Massagen und Eintritten für Fitnessstudios, Hallenbad, usw. Der Gesetzgeber (Finanzamt) sieht dafür jedoch keine steuerfreie Möglichkeit für Dienstgeber:innen vor. Sollten wir solche Vergünstigungen zahlen, wäre ein sogenannter „geldwerter Vorteil“ gegeben und Arbeitnehmer:innen müssen Lohnsteuer und Sozialversicherung bezahlen, Arbeitgeber:innen zusätzlich Lohnnebenkosten.
Dazu ein Rechenbeispiel:
Für eine Rechnung über € 300,- müssten wir € 378,- bezahlen und dir dafür zusätzlich einen Sachbezug berechnen, was ca. € 150,- netto weniger Einkommen bedeuten würden. Wirtschaftlich macht das für niemand mehr Sinn. Die Änderungen wurden bereits in der Beschreibung der freiwilligen Sozialleistungen vorgenommen, die du am SharePoint nachlesen kannst: Freiwillige Sozialleistungen für Mitarbeiter_innen.
Wir bitten um dein Verständnis und stehen dir für Fragen gerne zur Verfügung!