Soziale Initiative News

Mitarbeiter:innen-Befragung: Ergebnisse & wo die Reise hingeht

Zuallererst möchten wir uns für die rege Teilnahme sowie die zahlreichen Rückmeldungen, Ideen und Vorschläge bedanken. Die Rücklaufquote liegt dieses Jahr bei 62,39% (418 Personen) – das ist sehr hoch. Vielen Dank für deine Beteiligung!

 

Die Befragung wurde auch für die jeweiligen Bereiche ausgewertet und steht allen Bereichsleitungen sowie den Leitungen der Verwaltung und des Qualitätsmanagement zur Verfügung. Die Führungskräfte werden die Ergebnisse interpretieren und daraus Maßnahmen ableiten.

 

Neu abgefragt wurden der Bewerbungsprozess, Karenz und Auszeit sowie Deeskalation. Die Rückmeldungen helfen uns einen Leitfaden für karenzierte Mitarbeiter:innen zu entwickeln, um eine gute Anbindung während der Abwesenheit sowie eine gut begleitete Rückkehr zu ermöglichen. Die Antworten zum Bewerbungsprozess haben uns in unserem Tun Großteils bestätigt. Deine Erfahrungen, Einschätzungen und Bedarfe helfen uns zudem, eine praxistaugliche Deeskalationskultur zu implementieren (siehe Implementierungskonzept-ProDeMa.pdf).

Wenn wir die Rückmeldungen im Bereich der Einschulung und Mitarbeiter:innenbindung betrachten, geht es oft um das Thema Wertschätzung, die Wichtigkeit der Reflexionsgespräche mit Team- / Projektleitung und Unterstützung durch den Buddy bzw. das Team. Laut den Antworten wurde jedoch 20 Prozent der Mitarbeiter:innen kein Buddy von ihrer Team-/Projektleitung zugeteilt. Es ist uns wichtig, die vorhandenen Instrumente zur Begleitung neuer Mitarbeiter:innen im ersten Dienstjahr wie das Buddy-System, Reflexionsgespräche, Weiterbildungen, etc. zu nutzen, um den Einstieg zu erleichtern und gut zu gestalten. Gleichzeitig wird die Einschulung in die SocialDB als herausfordernd betrachtet. Hierfür haben wir ein Handbuch_SocialDB.pdf erstellt und hoffen damit Erleichterung und mehr Sicherheit zu schaffen.

Beim Thema Weiterbildungen beschäftigen am meisten die Rahmenbedingungen. Wir sind der Meinung, dass eine gewisse Eigenleistung der Mitarbeiter:innen erforderlich ist, um die Qualität der Weiterbildungen hoch halten zu können. Neben dem Anteil von 2/5 der Wochenarbeitszeit pro Kalenderjahr werden die Reisekosten für eine Hin- und eine Rückfahrt pro Seminar übernommen (abzgl. 30 km und ab 30 Minuten). Die eigentliche Fortbildung – einschließlich Teilnahmegebühren, Verpflegung und ggf. Übernachtung – wird zur Gänze von uns übernommen. Insgesamt geben wir als Organisation EUR 670.000,- im Jahr für die Weiterbildungen aus. Die geforderte Eigenleistung stellt unserer Ansicht nach einen ausgewogenen Beitrag zwischen individuellem Nutzen und betrieblicher Unterstützung dar und unterstreicht den Wert, den wir der Weiterbildung beimessen. Die Zufriedenheit mit den beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten ist trotz der angemerkten Kritik an den Rahmenbedingungen gesamtorganisatorisch gesehen weiterhin sehr hoch. Für weitere Informationen kannst du dir das Positionspapier am SharePoint durchlesen: Positionspapier Weiterbildungen.pdf

Information und Kommunikation ist in einer dezentralen Organisation ein wesentliches Steuerungselement. In der Mitarbeiter:innen-Befragung werden oft Ideen/Anregungen genannt, die bereits umgesetzt und kommuniziert wurden und wahrscheinlich in der Menge der Themenvielfalt im Alltag in Vergessenheit geraten oder neuen Mitarbeiter:innen gar nicht weitergegeben wurden. Wir setzen das Lesen der „Die GF informiert“ voraus, zumal dies auch als Arbeitszeit gilt und sind davon überzeugt, dass sich über geteilte Informationen auch die Effizienz steigern lässt.

Im Bereich der Digitalisierung sehen wir, dass die KI immer mehr Anwendung findet bzw. auch angefragt wird, ob die Nutzung erlaubt ist und welche Bedenken es dazu gibt. Deshalb wurde die Arbeitsgruppe „KI in der SI“ ins Leben gerufen. Ziel ist es KI-Anwendungen in der SocialDB zu implementieren, um die Tagesdokumentation und Berichtserstellung zu erleichtern. In diesem Zusammenhang wird auch Microsoft Co-Pilot Thema sein sowie die Anpassung der internen Richtlinie zum Umgang mit KI.

Wo geht die Reise hin? Planung fürs nächste Arbeitsjahr

Wie jedes Jahr setzen wir uns in den Teams, den Bereichen und auf Organisationsebene Ziele für das nächste Arbeitsjahr. In der Dimension der Gesellschaft und Leistungswirksamkeit wurde neben der Bedeutsamkeit, unsere Unternehmensphilosophie zu leben, auch der Bekanntheitsgrad der Sozialen Initiative angesprochen. Im Herbst 2025 haben wir eine Marktanalyse in Auftrag gegeben – bei der 1.000 Personen in OÖ, NÖ und Wien befragt wurden – und haben Anfang des Jahres die Ergebnisse erhalten. Bei der gestützten Bekanntheit (Organisation wurde namentlich angeführt) erreichen wir als Organisation nur 4 Prozent (in OÖ: 8 Prozent). Um uns sichtbarer zu machen, werden u.a. ausgewählte Standorte und Dienstautos mit Logo und Schriftzug ausgestattet. Das Ziel ist es, unsere Bekanntheit in den drei Bundesländern auf 8 Prozent zu steigern.

Im Bereich der Mitarbeiter:innen und Ressourcen wurden mitunter die freiwilligen Sozialleistungen thematisiert. Es handelt sich hierbei um eine beitragsfreie freiwillige soziale Zuwendung der Sozialen Initiative lt. § 49 Abs. 3 Z 11 lit. b des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes. Es ist uns daher nicht möglich Yoga, Gutscheine, Fitnessstudio oder Sonstiges zu finanzieren. Massagen sowie nun auch Physiotherapie (wie bereits in der Sonderausgabe vor 2 Wochen kommuniziert) werden bspw. von den Krankenversicherungsträgern ausschließlich als Krankenbehandlung gewährt und sind demnach nicht beitragsfrei. Wir bitten um Verständnis, dass wir hier an gesetzliche Gegebenheiten gebunden sind.

Ein Ziel in der Dimension Prozesse und Infrastruktur ist – wie oben angeführt – z.B. die Digitalisierung mittels KI. Viele eingebrachte Punkte betreffen den SharePoint und die SocialDB. Wir sind bemüht, bei Veränderungen alle bestmöglich einzubinden und ausreichend zu informieren. Wenn es zu Problemen kommt bitten wir um die zeitnahe Rückmeldung und Kommunikation mit allen Details an die zuständigen Kolleg:innen, z.B. im QM oder in der IT, am besten telefonisch, damit die Fehlerbehebung schnell möglich ist.

Im Bereich Kund:innen, Produkte und Leistungen haben wir Rückmeldungen erhalten, dass mehr Befragungen der von uns betreuten Kinder, Jugendlichen und Familien sowie Evaluierungen von Alleinstellungsmerkmalen in Projekten und mehr Zusammenarbeit mit Behörden gewünscht ist, um etwa auf Kürzungen im Sozialbereich zu reagieren. Das Management Board der Sozialen Initiative (bestehend aus der Geschäftsführung, den Bereichsleitungen sowie den Leitungen Personal, Finanzen und QM) ist hier der gleichen Meinung, denn um auf die aktuellen sozialpolitischen Herausforderungen zu reagieren, bedarf es einer engen Kooperation mit Entscheidungsträger:innen. Ziel ist es, unsere Leistungswirksamkeit u.a. durch Kund:innen-Befragungen zu unterstreichen und sichtbar zu machen, um eine angesehene Organisation zu bleiben.

Aus der Abfrage der Dimension Wirtschaftlichkeit geht hervor, dass unter vielen Mitarbeiter:innen Kostenbewusstsein herrscht und dazu die offene Kommunikation gewünscht wird. Ein Beitrag in dieser „Die GF informiert“ widmet sich diesem Thema.

Die Zufriedenheit bei der Sozialen Initiative zu arbeiten ist gleichbleibend hoch – auch das freut uns sehr! 94 Prozent der Mitarbeiter:innen würden sich heute wieder dazu entscheiden, sich bei uns zu bewerben.

DANKE für die vielen positiven und kritischen Rückmeldungen und Anregungen und deine Arbeit, dein Engagement und dein Durchhaltevermögen in herausfordernden Zeiten. Wir freuen uns auf ein spannendes, gemeinsam gestaltetes Jahr 2026!

Bei Fragen und Anregungen bezüglich der Mitarbeiter:innenbefragung stehen wir dir jederzeit gerne zur Verfügung. Melde dich unter anliegen@soziale-initiative.at.

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