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Professionelles Deeskalationsmanagement in der Betreuung

Grenzüberschreitendes und herausforderndes Verhalten von Kindern, Jugendlichen und Familien begegnet uns in der täglichen Arbeit immer wieder – in kleinen Momenten, aber auch in Situationen, die uns emotional berühren, herausfordern und manchmal auch überfordern. Diese Erfahrungen sind Teil unseres Arbeitsfeldes, doch sie dürfen uns nicht gleichgültig sein oder gar unreflektiert bleiben.

Wir tragen Verantwortung für die Menschen, die wir betreuen – und ebenso tragen wir Verantwortung für unsere Mitarbeiter:innen. Wenn Grenzen überschritten werden müssen wir handlungsfähig bleiben, ohne selbst Grenzen zu verletzen. Das bedeutet, immer wieder hinzusehen, zu reflektieren und uns gemeinsam weiterzuentwickeln. Es ist uns bewusst, dass Betreuungssituationen komplex sind. Gerade dann, wenn es um Sicherheit, Schutz und Würde geht, braucht es Fachlichkeit – und auch innere Haltung. Im Fokus sind dabei Ansätze von Prävention und Deeskalation.

 

Eskalationen erkennen, vermeiden und angemessen damit umgehen

Um unsere Teams in diesen anspruchsvollen Momenten zu stärken, haben wir Mitarbeiter:innen im professionellen Deeskalationsmanagement ProDeMa® über die Lösungsmittel GsbR zu Trainer:innen ausgebildet. Ziel ist es, dieses Wissen und diese Haltung nachhaltig im gesamten Unternehmen zu implementieren. Mit ProDeMa® möchten wir dir neben den bewährten pädagogischen Tools ein weiteres praxisnahes Instrument zur Verfügung stellen, das dich dabei unterstützen kann, Eskalationen frühzeitig zu erkennen, zu vermeiden und angemessen damit umgehen zu können. Im Zuge dieser Ausbildung wurde ein Implementierungskonzept erarbeitet, in dem ein Rahmen definiert wird, wie wir ProDeMa® schrittweise im Unternehmen verankern möchten. Informiere dich darüber, welche Möglichkeiten dir und deinem Team zur Verfügung stehen.

 

Wir gratulieren allen Kolleg:innen, die am Lehrgang zum:r Deeskalationstrainer:in teilgenommen haben, herzlich zum Abschluss und bedanken uns für das große Engagement, unsere Teams dahingehend zu unterstützen!

Inhaltlich beschreibt ProDeMa® sieben Stufen des Deeskalationsprozesses – von präventiven Strategien bis zur Nachsorge in Stufe 7. In Stufe 6 wird das Festhalten einer Person thematisiert. Da die berufliche Praxis Mitarbeiter:innen auch in diese Situation bringen kann, wurde zu dieser Thematik ein gesondertes Positionspapier entwickelt, um unsere Haltung dazu transparent zu halten. Der Deeskalationsprozess macht deutlich, dass vor einer solchen Intervention fünf Stufen zur Anwendung kommen, in denen wir durch Kommunikation, Haltung und Beziehungsgestaltung aktiv deeskalieren und Grenzen schützen können. Beide Dokumente stehen am SharePoint zur Verfügung.

Bei Fragen rund um ProDeMa® steht Martin Mitterlehner aus dem QM gerne zur Verfügung: martin.mitterlehner@soziale-initiative.at, Tel.: 0676 841314 601

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